Für eine Zukunft mit dem Geburtshaus Maja

Die ungewisse Zukunft des Geburtshauses: Bedrohung unserer Räume

Wie viele andere Häuser in Berlin wurde auch das Haus in der Schönfließerstraße 13/ Paul-Robeson Straße 38 im März 2020 überraschend an einen Investor verkauft. Mit dem Verkauf an Aramid Immobilien GmbH & Co. KG sehen wir unsere Lebens-, Wohn- und Arbeitsräume in Gefahr. Das Geburtshaus Maja trifft es besonders hart, denn der Mietvertrag der Räumlichkeiten wurde zu Ende dieses Jahres gekündigt und eine Vertragsverlängerung zu finanzierbaren Konditionen ist bisher ungewiss. Die Sorge vor nicht finanzierbaren Mieterhöhungen und einer Verdrängung des Geburtshauses und der Hausgemeinschaft wächst stetig.

Kampagnen-Logo #Majableibt

Das Geburtshaus Maja wurde 1992 gegründet und ist seitdem für Familien und Hebammen ein lebendiger Ort und Teil des Kiezlebens am Arnimplatz. Reaktionen seitens der Core Immobilien Hausverwaltung und der Aramid Immobilien GmbH & Co bezüglich eines neuen Mietvertrages fielen für uns bisher nicht positiv aus: aktuell steht eine nahezu 100% Mietsteigerung bei einer jährlichen Staffel von 3% im Raum. Diesen Konditionen stimmen wir nicht zu. Nun ist für uns der Zeitpunkt gekommen, gemeinsam für den Erhalt des Geburtshauses Maja zu kämpfen, ein Zeichen gegen Gentrifizierung zu setzen und Euch um solidarische Unterstützung zu bitten!

Selbstbestimmung und Gesundheit fördern: Freie Wahl des Geburtsortes erhalten

Seit Gründung des Geburtshauses wurden hier über 4600 Geburten begleitet. Viele gebärfähige Menschen und Familien schätzen den sicheren und vertrauten Raum. Uns geht es darum, werdende Eltern und Familien in ihrem Potential so zu stärken, dass sie die Familienwerdung selbstbestimmt gestalten können. Bedroht ist also nicht nur unser Arbeitsraum, sondern auch unser Beitrag zu einer solidarischen Gesellschaft, in der Menschen sich wahrnehmen und achtsam miteinander umgehen.

Durch den Verlust der Räume in der Paul-Robeson-Straße würde ein weiteres Berliner Geburtshaus verschwinden und damit die Möglichkeit für viele Menschen, sich aktiv für eine bedürfnisorientierte Geburt zu entscheiden. Und dies vor dem Hintergrund einer bereits bestehenden Unterversorgung von Hebammenbetreuung in Berlin. Da reihen wir uns nicht ein! Wir wollen nicht, dass unsere Geburtsräume dem Interesse Einzelner an Profitmaximierung zum Opfer fallen.

Auch 2021 soll das Geburtshaus einen Platz zum selbstbestimmten Gebären anbieten und die Bedürfnisse schwangerer Menschen nicht in Ungewissheit lassen. Das Geburtshaus Maja ist eine wichtige Institution zur Gesundheitsförderung und wir möchten die Geburtsräume und unsere Arbeitsplätze im Kiez weiterhin langfristig erhalten.

Förderung von sozial wichtigen Strukturen: Stopp Mietenwahnsinn und Verdrängung

Wir beobachten, wie viele Häuser in Berlin schon aus reinem Profitinteresse an Investoren verkauft wurden und dabei für die Menschen relevante soziale Infrastrukturen und Lebensräume zerstört wurden. Begegnungsorte und alternative Räume verschwinden und mögliche Räumlichkeiten werden ungenutzt gelassen durch nicht bezahlbare Mieten. Das Interesse der Investoren gilt nicht der Gemeinschaft und eines lebendigen Zusammenlebens in unserer Stadt. Bedroht sind nicht nur wir als Geburtshaus Maja, sondern wichtige Strukturen eines sozialen Miteinanders im Kiez und in Berlin. Wir sehen uns in der Verantwortung, solche Institutionen für die Zukunft zu erhalten.

Wofür wir gemeinsam kämpfen:

  • Für eine Zukunft des Geburtshauses Maja in den bestehenden Räumlichkeiten!
  • Für eine Zukunft freier Geburtsortwahl, selbstbestimmten Gebärens und Familienwerdung!
  • Für eine Zukunft mit zugesicherter Betreuung von gebärfähigen Menschen und Familien!
  • Für eine Zukunft für Hebammen und werdende Hebammen im Geburtshaus Maja!
  • Für eine Zukunft mit einer starken und lebendigen Haus- und Kiezgemeinschaft!
  • Für eine Zukunft, in der wir unser Zusammenleben gemeinschaftlich und selbstbestimmt gestalten!

Wir solidarisieren uns mit allen ebenso Betroffenen in Berlin, die auch davon bedroht sind. Wir bleiben alle!

Wir fordern Aramid Immobilien auf, den Erhalt der Räumlichkeiten durch eine finanzierbare Mietvertragsverlängerung zu sichern und eine langfristige Perspektive für das Geburtshaus Maja zu schaffen.

Derzeit suchen wir Möglichkeiten einer Fortführung unseres Geburtshauses in allen Richtungen.

Ihr könnt uns helfen, indem Ihr

  • unseren Kampf sichtbar macht: redet darüber mit Euren Bekannten und auf Veranstaltungen
  • unsere Forderung öffentlich macht: teilt uns auf Social Media mit #majableibt und #zukunftgeburtshaus
  • unser Anliegen verbreitet und Informationen streut (Infomaterial liegt bei uns aus)
  • unseren Handlungsspielraum erweitert durch Eure Ideen und Vernetzung

Liebe Familien, liebe Nachbar*innen und Unterstützer*innen schließt euch an!
Wir freuen uns über Eure Unterstützung, so dass wir zusammen erhalten, was uns alle stärkt!

Für eine Zukunft mit dem Geburtshaus Maja!

Petition

Sollte es sich herausstellen, dass wir um dem Weiterbestand unseres Geburtshauses am Arnimplatz weiterkämpfen müssen, werden wir zusätzlich eine Petition starten, die von allen Unterstützer*innen unterzeichnet und geteilt werden kann. Den Link zu dieser Petition werden wir dann hier auf unserer Website und auf unseren Social Media-Profilen veröffentlichen.

E-Mail Kontakt zur Kampagne:

zukunft-geburtshaus@riseup.net

Für alle aktuellen Informationen folgt uns auf: